Krankenversicherung Krankenversicherung

Sie stehen vor der Wahl, gesetzlich versichert zu bleiben oder in eine private Krankenversicherung zu wechseln?

Leider kann sich nicht jeder privat versichern. Vor einem Wechsel sollten Sie unbedingt den folgenden Absatz aufmerksam lesen und die nachstehende Übersicht intensiv studieren, bevor Sie sich die Beitrags- und Leistungsunterschiede in einer privaten Krankenversicherung ansehen.

Angestellte und Arbeiter deren jährliches Bruttoeinkommen (einschließlich Urlaubs- und Weihnachtsgeld) über der sogenannten Beitragsbemessungsgrenze liegt.Diese beträgt ab 2010 bundeseinheitlich 49.950,– Euro/Jahr und muß drei Jahre in Folge überschritten werden. Für Selbständige und Freiberufler gibt es keine weiteren Voraussetzungen. Beihilfeberechtigt sind Beamte und ggf. deren Angehörige, ansonsten sind auch hier keine weiteren Voraussetzungen erforderlich.

Gesetzliche
Krankenkasse

Private
Krankenversicherung

Nur niedergelassene Vertragsärzte mit Kassenzulassung.
Freie Arztwahl unter allen niedergelassenen Ärzten
Keine Leistung für Heilpraktiker.
Heilpraktikerleistungen sind in der Regel mit versichert
Für Arzneimittel gelten folgende Zuzahlungen: kleine Mindestzuzahlung: 5,00 EURO, maximal 10 EURO. Bei einem Arzneimittelwert zwischen 50 und 100 Euro 10% des Betrages.
Volle Erstattung aller medizinisch notwendigen Medikamente.
Keine Leistungen für Brillengestelle oder Gläser. Die Kosten der Sehstärkemessung und Verschreibung sind zur Zeit noch umstritten.
Brillengläser werden auch in hochwertiger Qualität (z.B. Superentspiegelung, mit Tönung, Kunststoffgläser) bezahlt. Kontaktlinsen werden fast immer erstattet. Je nach Tarif und Versicherungsgesellschaft gibt es unterschiedliche Maximalbeträge.
Für Heilmittel wie z.B. Massagen und / oder Krankengymnastik sind 10 % der Gesamt-kosten selbst zu tragen un pro Verschreibung fallen 10 EURO zusätzlich beim Physiotherapeuten an.
Volle Erstattung aller medizinisch notwendigen Heilbehandlungen

Krankenhausbehandlung

Transport zum nächstgelegenen Krankenhaus. Unterbringung im Mehrbettzi 28 Tage: 10,00 EUR
Freie Krankenhauswahl; Freie Arztwahl, auch Chefarzt; freie Wahl der Zimmergröße: Einbett-, Zweibett oder Mehrbettzimmer

Zahnersatz

Der Zuschuß der Kassen für Zahnersatz in Normalausführung (einfache Ausführung) beträgt ca. 45–55 %. Grundsätzlich nicht mehr bezahlt werden: Implantate,Keramikverblendungen, sehr große Brücken. Ab 2005 sollen Leistungen für Zahnersatz ganz entfallen.
Je nach Versicherer und Tarif sind bis zu 100 % der Zahnersatzkosten versicherbar. Das gilt auch für hochwertige Materialien, z.B. Gold und Keramik.

Krankentagegeldversicherung

gilt das Nettoeinkommen bis max. 70% der Beitragsbemessungsgrenze. Die Leistungsdauer ist auf 78 Wochen begrenzt.
Versicherbar ist das
Nettoeinkommen auch über der Beitragsbemessungsgrenze, ohne zeitliche Begrenzung.

Selbstbeteiligung

besteht für Fahrtkosten, Heilmittel, Medikamente, Rehabilitationsmaßnahmen und Zahnersatz.
Wahlweise mit und ohne Selbstbeteiligung. Es können absolute, prozentuale oder fallbezogene Selbstbehalte vereinbart werden. Selbstbehalte reduzieren den Versicherungsbeitrag.

Budgetierung

Ist zum Jahresende das Budget erschöpft, müssen Ärzte kostenlos arbeiten. Es besteht die Gefahr, daß Leistungen (z.B. Zahnbehandlungen aber auch Operationen) aus Kostengründen ins Folgejahr verlegt werden oder teuere Medikamente nicht ausreichend verschrieben werden (z. B. teuere Herzmedikamente).
Keine Budgetierung von Leistungen.

Im Rentenalter

freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherte Personen zahlen als Rentner
auf ALLE Einkünfte Versicherungsbeiträge, in folgender Höhe:
gesetzliche Rente: halber Beitragssatz Betriebsrente: halber Beitragssatz Versorgungsbezüge: voller Beitragssatz Mieteinnahmen: voller Beitragssatz
voller Beitragssatz maximal bis zur Höhe der Beitragsbemessungsgrenze Beiträge sind nicht einkommens-abhängig. Bei Eintritt in den Ruhestand reduziert sich der Beitrag, da z.B. Tagegelder nicht mehr benötigt werden. Darüber hinaus bilden die privaten Versicherer - im Gegensatz zur gesetzlichen Kranken-
versicherung – Altersrückstellungen in Milliardenhöhe, die der Beitragsminderung im Alter dienen

Beitragsrückerstattung

keine Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit.
Rückerstattung bis zu 6 Monatsbeiträgen bei Leistungsfreiheit

Beiträge

der Beitrag wird abhängig vom Bruttoeinkommen erhoben. Die Beitragssätze liegen - je nach Kasse - bei ca. 12,3 % bis 16,5 %,
zzgl. 1,7 % Pflegeversicherung.
Je nach Kasse und Einkommen beträgt der Beitrag ca. 200 EUR bis 500 EUR monatlich. Der Beitrag ist unabhängig vom Einkommen. Die Beitragshöhe bemisst sich nach Eintrittsalter, Leistungsumfang und Geschlecht.


gesetzliche Krankenversicherung- Umlagefinanzierung:

In der GKV werden die laufenden Kosten aus den laufenden Einnahmen gedeckt. Infolge des menschlichen Gesundheitsverlaufes bedeutet das, dass faktisch die jungen (überwiegend gesunden) Mitglieder die Aufwendungen für die alten (und kränkeren) Mitglieder finanzieren.
Auch die gesetzliche Rentenversicherung arbeitet nach dem Prinzip der Umlagefinanzierung.

private Krankenversicherung- Kapitaldeckungsprinzip:
In der PKV wird in den „jungen Jahren“ ein Kapitalstock angesammelt und angelegt. Dieses Geld dient dann im Alter der Stabilisierung der Beiträge. Das führt zu einer rechnerisch gleichmäßigen monatlichen Belastung, obwohl das Krankheitsrisiko mit dem Alter ansteigt.
Seit 2000 sind die Krankenversicherungen per Gesetz dazu verpflichtet, 10 % gesetzlichen Zuschlag zusätzlich der Altersrückstellung zuzuführen.


Wichtig!

Arbeitnehmer mit einem Monatseinkommen unter der Bei-tragsbemessungsgrenze, können sich leider nicht privat krankenvollversichern, haben aber die Möglichkeit eine private Ergänzungsversicherung abzuschließen. Auf diese Weise können Sie Ihren Versicherungsschutz auf das Niveau einer Privaten Krankenversicherung heben.

Welche private Krankenversicherung ist nun für Sie persönlich
die Richtige? Eine Orientierungsmöglichkeit bietet Ihnen der

Kennzahlenkatalog der Krankenversicherung.

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e-mail: info@finanz-profil.de
Fon: +49 (0) 36 44-51 80 18, Fax +49 (0) 36 44-51 80 19

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