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Kaufmänner auf Radtour
Sponsoring-Rennsteigfahrt: Apoldaer Trio strampelt für einen guten
Zweck
Apolda. (tlz/epp) Radsport für einen guten Zweck: Drei Bank- und
Finanzkaufmänner aus Apolda werden am ersten September-Wochenende
über den Rennsteig strampeln und den Erlös dieser Sponsoring-Tour
der Behindertenwerkstatt des Lebenshilfe-Werkes Weimar/Apolda übergeben.
Start der 196 Kilometer langen Fahrt wird in Lobenstein sein, über
die Übernachtungsstationen Neuhaus und Ebertswiese geht es bis nach
Hörschel im Wartburg-Kreis.
Das Trio: Michael Groß (32), Carl Gitter (39) und Dirk Enders (35),
gemeinsam betreiben sie in der Apoldaer Liebknechtstraße 28 eine
Bürogemeinschaft. Irgendwie sind sie während der Vorbereitung
darauf gekommen, dass während der Tour de Rennsteig 3750
Höhenmeter zu überwinden sind, laut Vertrag zahlen die Sponsoren
einen Grundbetrag von 0,0025 Euro pro Meter. Überhaupt wird dem Trio
bei herrlichen Ausblicken, aber auch kräftezehrenden Aufstiegen auf
den Beerberg und den Inselsberg der Humor bestimmt nicht ausgehen, denn
auch das steht im Vertrag: Doping ist strengstens verboten, erlaubt
jedoch Weizenbier, Pils oder Radler in körperverträglichen Mengen.
Wir schreiben kurze Tagesberichte, fotografieren markante Stationen und
tragen während der Tour die Glücksbringer in Form von Firmenlogos
sagt der gebürtige Apoldaer Dirk Enders. Erneut engagiert sich damit
das Trio, zuvor war der Erlös eines Bilderverkaufs im Büro einem
Kinderdorf in Erfurt und einem Apoldaer Sportverein zu Gute gekommen.Enders
hat sich vor einiger Zeit ein Sportrad zugelegt, Gitter und Groß
werden die Tour voraussichtlich auf einem Tandem angehen. Auch Hilfsmotoren,
Abschleppseil und das Trampen sind laut Vertrag verboten, ergänzt
Gitter, den als gebürtiger Schwarzwälder 1991 nach Apolda kam
und dort bis zu deren Rückzug Chef der Dresdner Bank war. Der Sömmerdaer
Groß fügt augenzwinkernd hinzu, was die Sponsoren noch so berappen:
Für das Erreichen des Zieles Ebertswiese seien drei Euro fällig,
weitere fünf Euro am Ende in Hörschel. ,,Pro eingenommenes Aufputschmittel,
wobei je ein halber Liter erlaubt ist, bekommen wir noch einen halben
Euro Erschwerniszulage.Enders, Groß und Gitter sind natürlich
überzeugt, dass sie die Tour meistern und von Hörschel aus ohne
größere Blessuren die Rückfahrt nach Apolda antreten werden.
Für den 21. September haben sie zu einem Sponsorenfest in ihr geschäftliches
Domizil geladen, dann wird die erstrampelte Spende an Justus Lencer übergeben,
den Vorsitzenden des Lebenshilfe-Werkes Weimar/Apolda. [ zurück
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