|
|
 |
 |
Historie von Immobilienfonds |
Nach dem Krieg wurden in Deutschland
die Stadtzentren Schritt für Schritt neu aufgebaut. Anfang
der 60iger Jahre ging es den Städten, Kommunen und ersten größeren
Handelsketten, ähnlich wie in der Schiffahrt den Reedereien,
neue und moderne Immobilien waren nicht mehr aus eigener Kraft oder
mit staatlicher Hilfe zu finanzieren. Die ersten Fonds wurden aufgelegt.
In den 70iger Jahren entstanden große Supermarktketten die
viel Geld für Ihre Objekte am Stadtrand benötigten. Die
Entwicklung der 80iger und 90iger Jahre ging mehr und mehr in Richtung
Dienstleistungszentren, Einkaufspassagen und Shoppingcenter. Gleichzeitig
entwickelte sich der Markt für Spezialimmobilien, wie beispielsweise
Multiplexkinos, Ärztehäuser, Kliniken oder Musicaltheater.
Die Vorteile für beide Seiten liegen auf der Hand. Die Mieter
(große Unternehmen) konnten so schneller ihre Marktanteile
und ihre Marktdurchdringung viel schneller ausbauen. Die Anleger
konnten steuerliche Vorteile am Anfang der Investition geltend machen
und erhalten ansehnliche Mieteinkünfte aus den realisierten
Objekten. |
Für Laien schwer durchschaubar? |
Im Bereich
der Immobilienfonds unterscheiden wir in zwei unterschiedliche Fondskonzepte: |
Offener
Immobilienfond:
Die offenen Immobilienfonds sind täglich an der Börse
handelbar und regenerieren Kursgewinne bzw. -verluste plus Dividendengutschrift
(die vereinnahmte Miete des verwalteten Immobilienvermögens
im letzten Geschäftsjahr). Es werden also Einkünfte aus
Kapitalvermögen erzielt. Steuervorteile können nur durch
Kursgewinne nach einer Spekulationsfrist von mehr als 12 Monaten
erzielt werden. Zum Zeitpunkt der Investition erhalten Sie keine
Steuervorteile. Das Fondsvolumen ist offen, das heißt es gibt
keine Volumensbegrenzung. |
Geschlossener
Immobilienfond:
Der geschlossene Immobilienfonds lässt von vorneherein nur
eine begrenzte Anzahl an Investoren zu. Ist genug Geld gesammelt
worden, wird der Fond geschlossen. Daher auch der Name. Oft ist
es nur eine einzige Immobilie wie etwa ein Einkaufszentrum oder
Bürogebäude. Das birgt allerdings auch Risiken, denn die
vermeintliche Renditeimmobilie kann sich als Pleiteobjekt entpuppen.
Deshalb sollten Sie schon sehr genau hinsehen, in was Sie da ihr
Geld investieren. Allerdings überfordert eine objektive Einschätzung
des Standorts den Anleger oftmals. |
Wissenswertes: |
Höhe der Investitionssumme
Die Empfehlungen dazu reichen vom 12- bis zum 18-fachen der
Nettojahresmieten. Grund für diesen Unterschied ist die Lage
des Objekts. In einer Frankfurter 1a-Lage ist das 20-fache nicht
unüblich. Dagegen werde für einen Aldi-Markt auf der grünen
Wiese vielleicht nur das 10-fache veranschlagt. Tipp: Mindestens
70 bis 80 Prozent des Objektes sollten langfristig vermietet sein.
Mieteinnahmen und Gewinne
In den Verkaufsprospekten finden sich viele Zahlen zu den erwarteten
Mieteinnahmen und Gewinnen. Für Laien schwer zu durchschauen.
Deshalb sollten Sie vor einer größeren Investition kompetente
Wirtschaftsprüfer, Ihren Steuerberater und / oder uns die Firma
finanz-profil zu Rate ziehen.
Steuerliche Veranlagung
Sobald Gewinne erzielt werden, zum Beispiel aus den Mieteinnahmen,
müssen diese versteuert werden, sofern nicht die Gewinne mit
Anfangsverlusten aus dieser Fondsanlage verrechnet
werden können. Für Anleger, die in absehbarer Zeit in
Rente gehen, könnte es dennoch interessant sein. Denn als Pensionär
hat man einen geringeren Steuersatz.
Gesellschaftsformen
Die von den Emissionshäusern gewählte Gesellschaftsform
kann böse Überraschungen bringen. Bei einer Gesellschaft
des bürgerlichen Rechts haftet der Gesellschafter zusätzlich
zu seinem investierten Geld, das er in die Fondsgesellschaft gesteckt
hat, mit seinem gesamten Privatvermögen. Im Gegensatz zum Kommanditisten
(KG-Model). Hier haftet der Anleger nur mit seiner Einlage - was
ja auch schon schlimm genug sein könnte.
Bei einem geschlossenen Immobilienfonds ist das Geld sehr langfristig
gebunden. In der Regel besteht auch kaum eine Möglichkeit,
vorzeitig auszusteigen. Sie sollten sich also sicher sein, dass
Sie ihr Geld in den nächsten 20 bis 25 Jahren nicht benötigen. |
Unser Tipp: |
Auslandsimmobilien
Im Bereich der geschlossenen Immobilienfonds gibt es noch eine zweite
interessante Rubrik, die Auslandsimmobilien. Durch Ihre Investition
sind Ihre Erträge unter dem Doppelbesteuerungsabkommen weitestgehend
steuerfrei.
Wir empfehlen in diesem Bereich nur den Wirtschaftsraum
USA, da europäische Nachbarn in den nächsten
Jahren einige Probleme bekommen dürften. Die Anlagedauer in
den USA liegt zu dem deutlich unter
den europäischen Investitionshorizonten. Sie müssen hier
nur mit 10 bis maximal
20 Jahren rechnen. |
 |
© 2006, finanz-profil GmbH & Co. KG, Apolda
e-mail: info@finanz-profil.de
Fon: +49 (0) 36 44-51 80 18, Fax +49 (0) 36 44-51 80
19
|
|
 |